
Veröffentlicht am 4. September 2026
PIWI International Wein Exkursion 2026
Wein, Wissen und Kultur im Trentino und Südtirol
Die jährliche Weinreise zählt zu den programmatischen Fixpunkten im Jahresprogramm von PIWI International. Sie bietet die Möglichkeit, spannende Erfahrungen und Einblicke direkt vor Ort zu sammeln, neue Betriebe und Weinbaukonzepte kennenzulernen und gleichzeitig den persönlichen Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu fördern. Neben den Besuchen bei Winzerkollegen kommt dabei auch der Kultur und Geschichte der jeweiligen Region eine wichtige Bedeutung zu.
Die diesjährige Reise führte ins Trentino und nach Südtirol und wurde im Wesentlichen von unseren Kollegen von PIWI Italia organisiert und begleitet. Damit stand von Beginn an der persönliche Austausch mit den italienischen PIWI-Kollegen und den Winzern der Region im Mittelpunkt.
Auftakt in Trient
Zum Auftakt ging es in die Stadt Trient, deren Geschichte eng mit der europäischen Geschichte verbunden ist. Im Mittelalter gehörte Trient zum Einflussbereich des Heiligen Römischen Reiches und wurde über Jahrhunderte von Fürstbischöfen geprägt. Diese besondere historische Verbindung ist bis heute im Stadtbild sichtbar.
Gemeinsam mit einem Guide besichtigte die Reisegruppe das beeindruckende Castello del Buonconsiglio, eine der bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Anschließend blieb noch Zeit für einen kurzen Streifzug durch die Altstadt bevor am frühen Abend der erste offizielle Höhepunkt der Reise auf dem Programm stand: die Verleihung der PIWI Gold Awards im Palazzo Roccabruna.
Am nächsten Tag führte die Reise nach Südtirol zum Versuchszentrum Laimburg. Neben den Versuchsanlagen und der Kellertechnik erhielten die Teilnehmer Einblicke in die zahlreichen Mikrovinifikationen. Besonders interessant war der Vergleich von Sauvignac aus unterschiedlichen Höhenlagen sowie die Verkostung weiterer PIWI-Sorten wie Artaban und Vidoc.
Anschließend besuchte die Gruppe das Bio Weingut von Thomas Niedermayr in Appiano. Bei einem Rundgang durch Weinberge und Keller und einer gemeinsamen Verkostung wurde die Philosophie des Familienbetriebs eindrucksvoll vermittelt.
In Bozen folgte der Besuch der historischen Kellerei Schmid Oberrautner. Neben einem klassischen Chardonnay-Sekt beeindruckte besonders der Orange „Spur“ aus Souvignier Gris.
Der dritte Tag begann mit einer kurzen Wanderung zu den Weinbergen von Silvano Clementi in Pressano. Silvano führte durch seine Weinberge und erläuterte die besonderen Bedingungen und die zahlreichen Sortenversuche in Zusammenarbeit mit der Fondazione Edmund Mach. Bei der anschließenden Verkostung bei Villa Persani überzeugten unter anderem der PIWI-Sekt „Candido“ aus Souvignier Gris und der vielschichtige „Aromatta“.
Ein weiterer fachlicher Höhepunkt war der Besuch der Fondazione Edmund Mach in San Michele all’Adige. Neben einem Einblick in die Geschichte der traditionsreichen Forschungseinrichtung konnten zahlreiche neue resistente Kreuzungen verkostet und anschließend die Versuchsanlagen besichtigt werden. Besonders interessant waren neue Kreuzungen von Schiava, Lagrein und Teroldego sowie die bereits registrierten Sorten Nermantis und Termantis. Damit wurde deutlich, welche Bedeutung die Züchtungsarbeit für die Zukunft eines nachhaltigen Weinbaus hat.
Der letzte Reisetag führte in die Valle dei Laghi. Bei Pravis in Lasino erhielten die Teilnehmer Einblicke in die langjährige Beschäftigung des Betriebs mit neuen Rebsorten. Verkostet wurden unter anderem der Johanniter-Sekt „Naran“, verschiedene Schiava-Weine sowie der experimentelle Wein „Tirollinger“ aus einer resistenten Schiava-Kreuzung. Auch der traditionelle Vino Santo aus Nosiola stieß bei den Teilnehmern auf große Begeisterung.
Über die beeindruckende Panoramastraße ging es anschließend weiter nach Santa Massenza zur Distilleria Francesco Poli. Neben Weinen und Vino Santo konnten verschiedene Destillate verkostet werden. Besonders eindrucksvoll war eine Grappa aus Vino-Santo-Trester, die in ehemaligen Vino-Santo-Barriques gereift war.
Neben den fachlichen Programmpunkten kam auch die Kultur nicht zu kurz. Die historischen Orte Trient und Toblino, die Landschaft der Valle dei Laghi und die beeindruckenden Weinbergterrassen rund um Cembra machten die Reise auch zu einem besonderen kulturellen Erlebnis.









































