News2022-12-10T10:32:05+01:00

Aromen-Welt bei PIWIs

SENSORIK Aromenprofile von Weinen aus PIWI-Rebsorten als Vermarktungshilfe und Mittel zur Akzeptanzsteigerung.

Text und Abbildungen: Angus Price, Prof. Dr. Gergely Szolnoki und M.Sc. Barbara Richter, Hochschule Geisenheim
Quelle:  der deutsche weinbau 21/2023

Wein, ein Sinnbild für Raffinesse, hat stets das reiche Erbe einer über Jahrtausende alten Kulturlandschaft und die spezifische Umgebung seiner Herkunft widergespiegelt. Die Weinerzeuger stehen jedoch, wie viele andere Branchen auch, vor einer Vielzahl moderner Herausforderungen, die von Klimaveränderungen bis hin zu sich wandelnden Verbrauchervorlieben reichen. Im Zentrum dieser dynamischen Entwicklung befinden sich Rebsorten, welche die sensorischen Eigenschaften und Qualität von Weinen definieren. Das Weinbauland Deutschland erlebt zurzeit eine  gestiegene Pflanzbereitschaft von PIWI-Rebsorten seitens der Winzer.

Dieser Beitrag geht tiefer auf die Antriebsfaktoren zum Anbau von PIWI-Rebsorten ein, beleuchtet die sortenspezifischen aromatischen Ausprägungen und untersucht die entscheidende Rolle von Aromarädern zur Überwindung der Kommunikationslücke zwischen Produzenten und Verbrauchern. Durch die Verknüpfung von Forschung mit der Sensorikwissenschaft soll in diesem Artikel das Potenzial von PIWI-Trauben und ihre bevorstehende Bedeutung in der deutschen Weinwirtschaft herausgearbeitet werden.

8. November 2023|

Mondial des Vins Extrêmes 2023

Der Wein PriMo 2022, der aus Solaris-Trauben in Forni di Sotto auf einer Höhe von 865 Metern hergestellt wird, hat die Goldmedaille beim internationalen Wettbewerb für Extremweine gewonnen, der Weinen gewidmet ist, die aus Trauben von Böden hergestellt werden, die mindestens eine ständige strukturelle Schwierigkeit in Bezug auf Höhe, Hanglage, terrassierte oder gestufte Weinbergssysteme und Weinbau auf kleinen Inseln aufweisen.

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19. Oktober 2023|

Souvignier gris: fruchtig oder burgundisch?

SORTENEIGENSCHAFTEN UND STELLSCHRAUBEN IM KELLER
Autor Wolfgang Renner
Souvignier girs

Laut Mehrfachanträgen 2023 stehen in Österreich 66 Hektar der Rebsorte Souvignier gris. Diese erweist sich als vielseitige Vertreterin aus der Gruppe
der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI). Aktuelle Veredelungszahlen lassen einen weiteren Anstieg der Fläche erwarten. Mehrjährige Erfahrung im
An- und Ausbau aus der Steiermark zeigt die Eigenschaften dieser Sorte.

Die Piwi-Rebsorte Souvignier gris (Aussprache: Suvinje grie) wurde 1983 von Norbert Becker (1937 – 2012) im staatlichen Weinbauinstitut Freiburg im Breisgau (D) gezüchtet. Ursprünglich ging man von der Elternschaft Cabernet Sauvignon x Bronner aus. Eine Genom-Analyse widerlegte allerdings diese Annahme. Souvignier gris ist tatsächlich eine Kreuzung aus Seyval Blanc x Zähringer.

Fazit:
Souvignier gris stellt auf jeden Fall einen interessanten Newcomer dar. Die deutsche Züchtung aus dem Weinbauinstitut Freiburg im Breisgau erfreut sich zunehmender Verbreitung in den meisten österreichischen Weinbauregionen. Abhängig von der Beerenreife und der Art der Trauben- und Mostverarbeitung kann diese Rebsorte viele verschiedene Varianten – vom einfachen Qualitätswein bis hin zum exzellenten Qualitätsschaumwein – hervorbringen.
Bisherige Erfahrungen zeigen außerdem, dass Souvignier gris in der Lage ist, das Terroir eines Gebietes oder einer Lage gut abzubilden.

zum Artikel mit Grafiken –  Quelle: Der Winzer 08/2023

29. August 2023|

PIWI Termine – immer dabei auf dem Smartphone!

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass der PIWI International Kalender jetzt direkt auf eurem Smartphone abonnierbar ist! Verpasst keine Events, Meetings oder wichtige Termine mehr und bleibt auf dem Laufenden.

Der Kalender enthält wichtigen Veranstaltungen, Wettbewerbe und Treffen rund um das Thema PIWI. Egal, ob ihr Mitglied seid oder einfach nur neugierig – der Kalender bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, alle relevanten Termine im Blick zu behalten.

Abonniert den Kalender über den folgenden Link:
https://calendar.google.com/calendar/ical/mitglieder%40piwi-international.org/public/basic.ics
So könnt ihr sicherstellen, dass ihr keine Ereignisse verpasst und immer bestens informiert seid.

Wir freuen uns darauf, euch bei den kommenden Veranstaltungen zu begrüßen und gemeinsam die faszinierende Welt der PIWI-Weine zu erkunden!

Euer Team von PIWI International

8. August 2023|

Wettbewerb: Neue / innovative Rebsorten

Größter PIWI-Wettbewerb im deutschsprachigen Raum!

Graz, Juli 2023

Auch im fünften Jahr brachte der Österreichische PIWI-Weinwettbewerb „Neue / innovative Rebsorten“ wieder eine Steigerung der Zahl teilnehmender Betriebe und angemeldeter Weine. Die hochkarätig besetzte internationale Jury konnte PIWI-Weine aus allen wichtigen weinbautreibenden Bundesländern bewerten.

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27. Juli 2023|

Neu zugelassene PIWI-Sorten in den Weinregionen Europas

Im Amtsblatt der EU C 222 vom 26.6.2023 wurde eine neue (PIWI-)Sorte für die g.U. “Champagne” zugelassen. Die Sorte Voltis wurde zu den bestehenden sieben Hauptsorten hinzugefügt. Der höchstzulässige Traubenertrag beträgt 15,5 t/ha.

Eine Mitteilung über die Schaffung der neuen deutschen g.g.A. “Großräschener See” wurde im Amtsblatt der EU C 222 vom 26.6.2023 veröffentlicht. Die angebauten Sorten sind die PIWI-Sorten Solaris, Cabernet blanc, Johanniter und Pinotin. Die g.g.A. befindet sich in Brandenburg am Großräschener See, nahe der Grenze zu Sachsen. Der Höchstertrag ist auf 90 hl/ha festgelegt.

Im Amtsblatt der EU C 230 vom 30.6.2023 wurde die Zulassung neuer Sorten (PIWI) für die g.g.A. “Pays d’Hérault” (bei Montpellier) erteilt. Insgesamt wurden 17 neue PIWI-Sorten aufgenommen und 18 alte Sorten, die nicht mehr verwendet werden, entfernt. Die neu zugelassenen PIWI-Sorten sind Artaban N, Bronner B, Cabernet blanc B, Cabernet Cortis N, Floreal B, Johanniter B, Monarch N, Muscaris B, Pinotin N, Prior N, Saphira B, Sauvignac B, Solaris B, Soreli B, Souvigner gris B, Vidoc N und Voltis B.   (N=Noir, B= Blanc)

Jiří Sedlo, 18. 7. 2023

21. Juli 2023|

PIWI-Rebsorte Calardis Musqué erhält Sortenschutz

csm_PI2023-2_Bild1_Calardis_Musque_Traube_2abef71cef-Download Webseite JKIDie am Julius Kühn-Institut gezüchtete weiße Rebsorte mit angenehmen exotischen Fruchtaromen ist resistent gegen mehrere Schaderreger.

(Siebeldingen) Rebenzüchtung braucht seine Zeit. Das gilt auch und ganz besonders für die neue Rebsorte Calardis Musqué. Gekreuzt wurde sie bereits 1964 am Geilweilerhof in Siebeldingen aus Bacchus und Seyval Blanc. 59 Jahre später bekam die Entwicklung der Rebenzüchtung am Julius Kühn-Institut (JKI), dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, nun den Sortenschutz verliehen.

Calardis Musqué zählt zu den sogenannten PIWI (pilzwiderstandsfähige Rebsorten). Neben mittelstarken Widerstandsfähigkeiten gegen Echten Mehltau, Falschen Mehltau und Botrytis weist sie auch eine hohe Resistenz gegen die Schwarzfäule auf. Diese Eigenschaften führen dazu, dass im Anbau deutlich weniger Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden müssen – ein wichtiger Schritt zu einem nachhaltigeren Weinbau und auch für den Ökoanbau essenziell.



copyright Julius-Kühn-Institut

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24. April 2023|

PIWI-Sorten im Rampenlicht von Edy Geiger

Seit dem Jahr 2021, in dem viele Winzerinnen und Winzer nur mit grosser Mühe die Pilzkrankheiten unter Kontrolle halten konnten, ist das Interesse an PIWI-Reben stark gestiegen. Erst recht aufgrund der in Aussicht gestellten Finanzhilfen bei Neuanlagen.   PIWI-Pionier Edy Geiger stellt die aus seiner Sicht vielversprechendsten Sorten vor.

Quelle: Schweizer Zeitschrift Obst + Wein April 2023

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13. April 2023|

PIWI Pedia von Arnold Becker

PIWI-Sorten von A bis Z,   in 3 Teilen

Pilzwiderstandsfähige Rebsorten (Piwis) erfahren derzeit ein gesteigertes Interesse: Forschungen werden intensiviert, Vereinigungen zu diesem Thema gegründet und Pfropfreben mancher Sorten sind in Deutschland auf 3 Jahre hin ausverkauft. Gleichzeitig will die Zusammensetzung des Rebsortenportfolios innerhalb eines Betriebs gut über legt sein. Arno Becker vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück möchte mit der Erstellung einer „Piwi-Pedia“ Hilfestellung geben.

Ziel dieses Beitrags ist es, vorhandenes Wissen zusammenzuführen, fortzuschreiben und einen möglichst umfassenden Überblick zu vermitteln. Schließlich werden immer wieder Erkenntnisse über Versuchsserien veröffentlicht, die zwar Teile des Themas darstellen, aber es naturgemäß nicht in der Gesamtheit abbilden können.

Zudem hat der Komplex pilzwiderstandsfähige Rebsorten eine hohe Dynamik, so dass es der Fachliteratur oft schwerfällt, Schritt zu halten.
Bei Züchterangaben werden zudem überwiegend die positiven Attribute in den Vordergrund gestellt.

Quelle: Das deutsche Weinmagazin 14.1.2023  1/2  bis 4

Teil 1 von A – C

Teil 2 von  D – P

Teil 3 von  R – Z

11. April 2023|

New Funugs-Resistant Grapevine Vitis and V. vinifera L. x M.

New Fungus-Resistant Grapevine Vitis and V. vinifera L. × M.   rotundifolia Derivative Hybrids Display a Drought-Independent  Response in Thiol Precursor Levels
Luciana Wilhelm de Almeida, Laurent Torregrosa, Gabriel Dournes, Anne Pellegrino, Hernán Ojeda,  and Aurelie Roland*
The use of new disease-resistant grapevine varieties is a long-term but promising solution to reduce chemical inputs in viticulture. However, little is known about water deficit effects on these varieties, notably regarding berry composition. This study is aimed at characterizing the primary metabolites and thiol precursors levels of 6 fungi-resistant varieties and Syrah. Vines were grown under field conditions and under different water supply levels, and harvested at the phloem unloading arrest. A great variability among varieties regarding the levels of thiol precursors was observed, with the highest concentration, of 539 μg/kg, being observed in the 3176-N, a hybrid displaying red fruits. Water deficit negatively and equally impacted the accumulation of sugars, organic acids,  and thiol precursors per berry and per plant, with minor effects on their concentration. The observed losses of metabolites per cultivation area suggest that water deficits can lead to significant economic losses for the produce.

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1. April 2023|

Sweden is working to get PGI

Soon, Sweden will be able to print exactly where the wine comes from. The work to obtain PGI status is in full swing.
– The idea is to divide the origin according to existing landscapes, says Emma Serner, chairman of the winegrowers’ trade association.
Since Sweden became an EU official wine country in 1999, development has gone at record speed. Today, there are nearly 200 hectares of vineyards and two years ago SBOV, Sweden’s Branch Organization for Oenology & Viticulture, was formed. Work is now underway with a PGI approval to be able to write, for example, Wine from Skåne instead of Wine from Sweden. Skåne is Sweden’s southernmost region where most of the vineyards are located.
Emma Serner, chairman of SBOV and founder of Långmyre Vinery on Gotland in the Baltic Sea, says:
– We hope to assert ourselves more internationally with a geographical designation of origin. PGI is a quality development.
Work is currently underway to define what distinguishes wines from the various landscapes. The intention is to target quality, not a specific flavor profile.
– We will be liberal so as not to paint ourselves into a corner. The focus is on quality, that the wine has no defects.
Regarding regional differences in terms of terroir, Emma Serner says as an example:
– Here on Gotland, we have calcareous soil, dry weather and a late spring, which leaves a certain mark on the wine. In Skåne, it is windier and more rain, with late, warm autumns.
The hope is to get the PGI system approved in a year or so. Proceeding with PDO may come at a later stage.
– The PDO is much narrower and then we end up on much smaller areas than today’s landscapes. We start with PGI as a way for Swedish wine to market itself.
As far as the assessment is concerned, the ambition is to form a sensory center in collaboration with, among others, the Swedish University of Agriculture.
In Sweden, around 95% of the grapes are PIWI, where Solaris still is the big player. However, more and more attention is directed towards the new generation of PIWI, where especially Kullabergs Vingård is very optimistic about Souvignier Gris, Cabernet Noir and Pinot Nova.
Feb. 2023 Lena Särnholm      lenasarnholm@hotmail.com
17. Februar 2023|

Kurze Lieferketten und der Anbau pilzwiderstandsfahiger Rebsorten

Robert Finger, Lucca Zachmann, Chloe McCallum*

Die Weinrebe ist wirtschaftlich und kulturell zentral für die Schweizer Landwirtschaft, aber auch die Kultur mit dem grössten Pflanzenschutzmitteleinsatz. Durch die Verwendung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten könnte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei gleichbleibender Quantität und Qualität der Produktion erheblich reduziert werden. Diese Sorten werden jedoch bis anhin nur selten verwendet. Anhand von Umfragedaten von 775 Schweizer Rebproduzentinnen/Rebproduzenten (ab jetzt ‘Produzenten’) untersuchen wir Faktoren die die Verwendung pilzwiderstandsfähiger Sorten beeinflussen und analysieren insbesondere die Bedeutung von Vermarktungswegen sowie die Rolle kurzer Lieferketten. 20,1 % der Befragten bauen pilzwiderstandsfähige Sorten an, die Anbaufläche beträgt jedoch nur 1,2 %. Unsere Ergebnisse führen zu einer einfachen Schlussfolgerung: Je näher Produzenten am Endverbraucher sind, desto eher werden pilzwiderstandsfähige Sorten verwendet. So haben zum Beispiel Erzeuger, die ihren Wein hauptsächlich über Direktvermarktung verkaufen, eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit (8-38 %), pilzwiderstandsfähige Sorten zu verwenden.

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3. Februar 2023|
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